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Die Nigranti Angui

Die Legende berichtet von dem 20sten Tage des großen Aufeinandertreffens der Heere im Jahre 3000 vor der Gründung des Reiches, als der Boden vom Blute der Mannen getränkt sich aufbarst und alles verschluckte was da auf der Erde lag. Tief in den Abgrund der Welt, wurden die Leiber gezogen und wurden dort von der Schlange der Unterwelt selbst zermalmt.

Aus dem aufgetürmten Berg von Knochen und Fleisch formte sie schließlich neue Geschöpfe, ihre Geschöpfe. Sie brachte ihnen die Pferde auf denen sie ritten, sie brachte ihnen die Bögen mit denen sie feuerten und sie brachte ihnen die Gottlosigkeit, mit der sie mordeten. Und als viele Monde verstrichen waren, brach die Erde erneut auf und unter Feuer und Rauch stürmten wilde Krieger auf Pferden aus dem Abgrund, alles vernichtend was sich ihnen in den Weg stellte. 400 Jahre lang ritt der Tod durch Wolfengrund, klopfte an jede Tür, verschonte keinen Menschen. Viele dieser Zeit glaubten die Tage der Welt seien gezählt und die Götter selbst hätten sie verlassen.

Allein der Glaube an die Wölfe gab den Menschen Hoffnung, Hoffnung an den Ausgleich, der alles wieder herstellen würde. Aber das Morden wollte kein Ende nehmen. Stamm um Stamm schlachtete sich gegenseitig ab, Auge um Auge, Zahn um Zahn. Das von Hass und Streit zerrüttete Land, schrie nach einem neuen Herrscher, der Ordnung und Frieden bringen sollte. Und es geschah in diesen dunklen Tagen, dass sich ein Stamm aus den anderen herauskristallisierte undsich an die Spitze des Landes stellen wollte. Die stolzen Skinor.

Aber der Stammesführer Diodormac Korna, ein Stamm den Skinor ebenbürtig, wollte dies nicht dulden und so ging er einen unheiligen Packt ein:

"Oh Schlange, glaube nicht dass sich mein Volk von der Unsterblichkeit der Götter beeindrucken ließe! Wo wir uns doch so sehr an Sitte und Charakter von den anderen unterscheiden. Während andere sich zu Verteidigung ihrer Religion zu einem Krieg entschließen, so führen wir Krieg gegen alle Religionen. Schicke mir deine Reiter, auf das ich diesen Kreuzzug vollführen kann."

Der Mythos berichtet, dass so Diodor, Herr der Korna, ein Bündnis mit den Reitern, oder auch den "nigranti angui" (die schwarzen Schlangen), einging und diese ihm von dieser Zeit an als Krieger dienten. Aber die große Göttin sah dem Treiben nicht tatenlos zu und verhinderte den großen Kreuzzug der Schlange. DieHerrschaft der Korna aber neben den Skinor konte SIE nicht verhindern.

Vielleicht vergaß die Schlange ihre Reiter, vielleicht musste sie ihre Krieger zurücklassen...wer kann schon die Schuppen einer Natter zählen? Jedenfalls gesellten sich die "schwarzen Schlangen" mehr und mehr zum Stamme der Korna und vermischten sich mit ihnen.

Ich, Ammianus Marcellinus, Chronist unserer lieben Herrin Nayla, habe die Geschichte des Reitervolkes im Jahre 2 nach Gründung des Reiches aufgeschrieben, so wie sie viele Jahrhunderte erzählt wurde, auf dass ihre Herkunft nie vergessen werde und sich Leichtsinn nie wieder mit Ignoranz paare."

Metophisteles, Schreiber in Gnaden von Baronin Moruge von Wolfsmark, lässt darauf hinweisen, dass in jener Legende genannte Schlange und die heilige, gepriesene Schlange von Sorshan, die den Raken beseelt, weder verwandt, noch verschwägert sind.