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Der Fluch der Felsenfeste

Und es begibt sich dass Suran, der Befreier anhub, eine mächtige Feste aus dem Stein zu schlagen. Eine Felsenfeste wollte er schaffen, im südlichsten Teil der Wolfsmark, uneinnehmbar und stark gegen jeden Feind. Die Zwerge holte er sich aus dem Eisengebirge zur Hilfe und es heisst, dass sie keinen Fuss auf Wolfsmarker Erde gesetzt haben, sondern nur darunter. So wundert nicht die Sage, dass ein Weg das Eisengebirge mit Wolfenhaupt verbindet, den nur die Herren der Feste kannten und die Zwerge. Doch als Graubart, der Zwergenkönig aus unklarem Grunde auf Wolfsmarker Boden ums Leben kam, gingen die Zwerge, um nie zurück zu kehren. Sie zogen gen Süden und verliessen diesen Teil des Eisengebirges auf ewig - so auch die Felsenfeste. Graubartens Sohn, Rotbart aber war voller Gram und zorniger Trauer. So stiess er einen Fluch aus gegen die Feste aus dem Fels und all ihre Herren:

"Das eigene Blut soll zum Fluche werden, der Tod komme von unter den Erden. Schwarz sei die Gefahr, euer eigen Blut gewahr. Trennen soll sich, was einst vereint, bis die Graue es besser meint"

Jahre zogen dahin, bis der Fluch begann seine Wirkung zu zeigen. Doch dann verschwanden die Menschen, die die Felsenfeste betraten aus merkwürdigsten Gründen. Tungil, Sohn des Suran, musste schwerste Stunden erleiden. Keiner wusste zu begründen, woran es lag, dass all die Menschen verschwanden. Jene, welche man fand, waren grausam entstellt. Schliesslich liess Tungil die Felsenfeste versiegeln, auf alle Zeit. Nur einen Weg hinauf auf die Spitze des Berges, der Sturmzapfen heisst, liess er freihalten und stets bewachen. Hier herauf sollten sich nun die Steinmetzen einen Weg quälen, denn Tungil wollte auf diesem Berg eine neue Feste errichten, die nun Wolfenhaupt geheissen werden solle, wider jedem Fluch.

Viele Jahre sollte dies gutgehen. Korac von Ranor aber, der in der Mark eingefallen war, lachte über die Siegel mit denen die Felsenfeste verschlossen gehalten wurde. Er lachte auch über den Fluch und wollte ihn so gegen die Wolfsmark wenden, dass er selbst gewinnen könnte. So öffnete er die Siegel und schuf in den Tiefen ein Verliess für die Herrin Nayla, wo sie mit den Ratten hausen musste. Wachsam waren die drei Wölfe über sie, denn unversehrt konnte Luthar sie erretten. Anders die vielen Wachleute Koracs, die in den Tiefen der Felsenfeste ihr Leben liessen und nur noch Futter geheissen waren. Rhenar, Sohn von Luthar, dankte den Wölfen lange Jahre später und heiligte sie in seinen Wäldern, wie es einst Brauch gewesen war. Doch sein Erbe sollte sein Glück nicht sein!

Nachdem die Feste viele Jahre verwaist gewesen war, denn Nayla und Luthar lebten in einem Lustschlösschen in Rosenfeld, kehrte also Rhenar als Herr von Wolfsmark heim. Keiner erinnerte sich der Siegel und der Gefahr aus der Tiefe. So starb Rhenars Sohn, Tungil genannt nach seinem Ahn, in der Felsenfeste. Rhenar ergab sich wohl dem Wahnsinn und folgte ihm in die Tiefen. Als er zurück kehrte, war er nicht mehr der Selbe. Er vermochte nicht mehr zu herrschen über das Land und sein Weib Marwen und seine Tochter, Moruge konnten nichts verrichten ohne sein Verständnis. Die dunklen Jahre begannen mit einem schwachen Herrscher. Die Finsterlinge waren gekommen, auf ungekannten Pfaden aus ihrer Verbannung im Eisengebirge. Des verbannten Ildogards Erben, wie es heisst.