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Die Rückkehr zur Wölfin

Schnell rannte der Waldläufer durch die langen Gänge der Feste Wolfenhaupt.“Das kann nicht sein! Das kann nicht sein!”Diese Worte schossen ihm wie Blitze durch den Kopf.

Die Gestalten, die Gestalten in den schwarzen Kaputzenmänteln, sie kamen direkt aus dem Turm des Rastlins, vor dem er wache hielt. Er konnte das Gesicht des Kleineren erkennen, und wurde bleich vor Schreck. Es konnte einfach nicht sein! Das mußte er der Baronin melden, sofort.Der Waldläufer steuerte auf den großen Empfangssaal zu, zwei Langschwert-Soldaten bewachten die Flügeltür aus Eichenholz.

“Die Baronin gibt eine Konferenz, und möchte nicht gestört werden!”; schallte es ihm schon etliche Schritte vor der Tür entgegen.

“Macht mir die Tore auf, es ist dringend! Wolfsklaue über Finstersee!”, antwortete er im Laufen. Es war das Passwort, welches nur in wirklich wichtigen Fällen Verwendung fand. Mißbrauch wurde schwer bestraft.

Geschwind wurde er von den Torwächtern durchgelassen. Der junge Waldläufer ging geschwinden Schrittes direkt zum Thron der Baronin, welche erhaben auf selbigem saß. Flankiert wurde die Baronin von einigen Wächtern des Wolfsrudels. Der Waldläufer ignorierte die Truppführer und Marschalle, welche ihn mit strafendem Blick musterten.

“Nennt mir euren Namen, bevor ich euch zum Tode verurteile!”, rief die Baronin Moruge von Wolfsmark kalt.

“Brutus Lupatus, Waldläufer II. Brigade!”, mit diesen Worten fiel er auf die Knie.

“Baronin, ich habe etwas gesehen... sie sind da... mit eigenen Augen...”

“WAS habt ihr gesehen, Mann!”, fuhr im Moruge barsch ins Wort. Ihre Augen schimmerten kälter als das Licht des Mondes.

Der Waldläufer wollte gerade die Worte der Antwort zurecht rücken, als abermals die große Doppeltür sich öffnete. Die Offiziere traten zur Seite und gaben den Blick auf zwei in schwarze Umhänge verhüllte Gestallten frei. Mit großen Schritten näherten sie sich der Baronin. Die Wolfsmarker Soldaten zogen ihre Waffen, zum Schutz der Herrin. Die kleinere der schwarzen Gestalten hob jedoch die rechte Hand mit einer beschwichtigenden Geste. Zwei Schritte vor der Baronin kamen sie zum Stehen. Langsam hoben die Kapuzenmänner ihre Köpfe, und Moruge erkannte die Träger der Kutten. Für einen kurzen Moment, nicht länger als ein Wimpernschlag, schien es so, als ob ein triumphierendes Lächeln über der Baronin Gesicht huschen würde.

“Es ist nicht einfach, mich zu überraschen.”, sprach Moruge von Wolfsmark.

“Doch ihr, meine Herren, habt es wieder einmal geschafft. Ich nehme an, ihr seit wieder im Lande?”

“Ja, Mylady,”, erhob sich die rauhe Stimme des Größeren, “ich darf verkünden, daß wir wieder zu euren Diensten stehen – Moruge, Baronin von Wolfsmark!”

Mit diesen Worten warfen die Unbekannten ihre Mäntel ab, und drehten sich zu den Wolfsmarker Soldaten um. Diese trauten ihren Augen nicht. Vor ihnen standen Ashen Zäppesch, der Schlächter von Wolfsmark, und Magus Desgracia Encanto, der Hofmagier.

Die Soldaten wären wohl vor Angst gestorben, wenn sie sich nicht so sehr vor ihrem Feldherren gefürchtet hätten.