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Die Baronin zieht Konsequenzen aus der Heirat ihrer Tochter

Höret, höret,

Blanker Verrat wurde geschrieben in und an einem der ältesten Häuser in dem grossen Reich, welches wir alle Heimat nennen dürfen. Doch wer könnte gnädiger sein, als die hochwohlgeborene Baronin Moruge von Wolfsmark, die ihrem Volk stets die gleiche Gerechtigkeit angedeihen lässt, wie ihrem eigenen Blut? Nur die gepriesene Schlange selbst, die in ihrem ewigen Bette weise die Taten der Menschheit beobachtet und ihr Urteil abgibt. Und so wurde die Baronin erhellt vom gütigen Wesen der Schlange, welche sie gemahnte, nicht die Hände mit Blut vom eigenen Blut zu beflecken, denn dies würde nicht nur unsere edle Baronin in die Niederungen des Unters stürzen, sondern das ganze Land mit ihr, den Blut des Landes darf nicht vom selben Blute dahin gerafft werden, so gebietet die Schlange, die majetätisch im Raken ruht.

Und getreu im Glauben beherzigte unsere edle Herrin das Gebot der Schlange, wie ein jeder es zu befolgen hat. Beflügelt von der Weisheit der Schlange fasste sie jenen Entschluss unser aller Heil fortbestehen zu lassen, ihrer Tochter zwar verlustig des Namens und Geburtsrechtes gehen zu lassen und sie in jenem Moment, da sie ohne besonderen Bescheid die Grenzen unserer schönen Baronie überschreitet in die Obhut des Militärs zu überantworten, ihr aber denoch ein Leben zu gewähren, das ihr und ihrer Geburt entspricht. So gab unsere umsichtige Baronin ihre widerspenstige Tochter dem Baron Cadir von Frebar in die Muntehe, auf das er über sie wache und sie ihm viele Kinder gebiere.

"Aber", so sprach die Baronin, "wenn ich dereinst nicht mehr bin, soll wieder ein wahrer von Wolfsmark über diese Lande herrschen. Da nun Triandaphilo, mein Kinde, das Privileg dieses Namens durch eigene Schuld verlor, füge ich, dass zum Wohle dieses Landes, nicht ihre Kinder dereinst die Schuld ihrer Mutter tragen sollen. Sie soll das Erstgeborene in die sichere Obhut von Wolfenhaupt geben, wo ich es zu erziehen trachte, um einen würdigen Erben heran zu ziehen. Unter dieser und nur unter dieser Bedingung soll eines ihrer Kinder meinen Platz einnehmen können."

Aufgezeichnet von Metophisteles di Nar, Chronist und Schreiber zu Hofe