LARP-Forum.com Chamberlords e.V. Baronie Falkenhain Baronie Wolfsmark Freie Stadt Leuenfurt

Gorians Fall

Vor tausenden von Jahren existierten dort, wo später auch Wolfengrund liegen sollte, zwei Herrscher, die miteinander in Frieden lebten und regierten.

Es war, als Mil, der alte Herr in Alter und Frieden starb und an seiner Statt Amergin die Herrschaft übernahm. Gedichte besangen seine Klugheit, seine Stärke, seine Gnade, seine Magie.

"Denn wer glättet zerklüftete Berge, wer verkündet die Mondenalter und wer den Ort, wo die Sonne sinkt? Es ist Amergin der unsterbliche König."

In der Sage stellt er das Löbliche dar und Aillen mac Midna, der mit ihm gleichzeitig den Thron des anderen Landesbestieg, symbolisiert den Gegenpol. Die Namen der 2 großen Länder sind inzwischen vergessen, denn sie wurden kurz nach der Inthronisierung nach ihren Herrschern benannt: Gorian, das alten Wort für "Unsterblicher" und Saillen, dem alten Wort für "das Andere". An der Seite von Amergin stand Navar, sein ritterlicher Freund, Berater und höchster Magier des Landes nach Amergin. An der Seite von Aillen mac Midna stand Korac, sein ritterlicher Freund, Berater und höchster Magier des Landes nach Aillen.

In diesen Tagen des Friedens fand Amergin eine Frau, Deidre, und heiratete sie. Aber, wie es so oft geschieht, neidete ihm Aillen sein Glück, liess die Frau mit einer List entführen und auf seine Feste bringen. Amergin durchzuckte nie gekannte Wut, als er das Verschwinden seiner Frau bemerkte.Er zog sein Heer zusammen, sogar Frauen wurden unter Gorians Flagge gesammelt. Und Saillens Kriegsflagge wurde gehißt, zum ersten Mal, seit sie gewoben wurde und in Gorian wurde die Kriegsflagge gehißt, die man erst Stunden zuvor gewoben hatte.

Und das 1. Aufeinandertreffen der Heere war so schrecklich, das kein Wort stark genug, es zu beschreiben. Der Boden färbte sich blutrot und man sah im Nebel die bizarren Formen zerschundener Leichen. Man hörte die erbarmungswürdigen Schreie, die flehten sie zu erlösen. Man sah Irrgewordene, die sich selbst meuchelten, weil sie den Schrecken nicht bei klarem Verstand ertragen konnten. Das war der 1. Tag der Schlacht und die Hälfte aller war gestorben. Der Morgen des 2. Tages brach an und aufs neue stürmten sich die Horden entgegen. Auf diese Art kämpfte man 20 Tage, bis niemand mehr übrig war, der eine Waffe tragen konnte. Allen waren entweder tot oder so verstümmelt, dass sie den Tod herbei sehnten. Amergin wurde fortgeschleift in die Sicherheit seiner Reichsstadt, wo tausend Soldaten die Tore schützten.

Aillen und seine verbliebenen Krieger kämpften 3 Tage an den Toren von Amergins Reichsstadt. Schliesslich steckten die Saillen die Stadt in Brand und die verängstigten Bewohner öffneten die Tore und stürmten in Scharen aus der Stadt und wurden in Scharen dahin geschlachtet.

Die verbliebenen Krieger Gorians drängten sich um den König, der von seinem Freund Navar in der Kappelle des Palastes beschützt wurde. Aillen erkämpfte sich mit dem Schwert in der einen und mit Deidre in der anderen Hand seinen Weg zu Amergin. Kaum einer sah sie, denn er trug seinen schwarzen Umhang, ebenso Deidre, der vor Blicken Schutz bot. Nur Navar und Amergin erblickten sie und Navar zog sein Schwert Aillen zu töten.

"Haltet ein!" rief Aillen da wütend.

"König Amergin. Gegenkönig. Blutsbruder. Ihr habt es gewagt! IHR!"

ER schnaubte, als er hörte, das Amergins Truppen die Kappelle betraten. Da ging ein Beben durch die Erde und plötzlich verschwanden die Krieger wie Trugbilder.

"Hört mich an. Einmal noch. Ich nahm euch das Weib, das ich selbst euch antraute. Dies gereicht mir zur Schande. Doch ich liebte sie , so wie ihr sie liebt. Doch sie erwiderte meine Liebe nicht, das merkte ich bald. Ich wollte schon zurück kehren und euch um Abbitte anhalten, doch da ereilte mich die Nachricht, ihr rüstet auf! Ich erhielt die Nachricht vom Tod meiner Grenzbürger! Und da sollte ich wehrlos verweilen?! Mein Volk, das mir traut nicht schützen?!! Wie konntet ihr dies nur glauben??!! Ich habe euer Weib nicht entehrt. Rein und unbefleckt bringe ich sie euch zurück!! Doch mein Hände sind befleckt! Ich habe das Blut meines Volkers an den Fingern kleben und nichts kann mein Schuld reinwaschen. Wie konntet ihr...!" Stolz und aufrecht stand er da. Das blutbesudelte Schwert in der Hand, schwer atmend, verzweifelt.

"Mein Volk ist ausgerottet. Das Eure ebenso. Doch hier habt ihr euer Weib."

Niemand weiss, was in jener Nacht wirklich geschah. Doch die Sage erzählt, dass Navar die beiden Gegenkönige in die Gestalt von Wölfen verbannte, die auf ewig dazu bestimmt waren, dass Land zu schützen.

Die Menschen glauben an die Wölfe. Wenn sie des Nachts ihr Heulen hören, trauern sie mit ihnen...